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Mannheimer Morgen: „Kulturen mit Musik verbinden“

Mit Instrumenten und „Con-temporary Oriental Jazz“ im Gepäck sind die vier Musiker der Beyond Borders Band in der Karl-von-Drais-Schule angereist. Den rund 40 Schülern möchten sie mit ihrer Musik und im Gespräch zeigen, was aus dem Kontakt unterschiedlicher Kulturen entstehen kann. Das Gesprächskonzert ist Teil der Veranstaltungsreihe „Ängste Überwinden – Brücken bauen“ der Schule, anlässlich des ihr verliehenen Abraham Pokals. Harmonisches ZusammenspielUnbekannte Klänge locken die Schüler zum Seminarraum. Sie versuchen einen Blick auf die Beyond Borders Band zu erhaschen, die sich auf ihren Auftritt vorbereitet. Die Band: Das sind Fadhel Boubaker an der Oud, einer arabischen Kurzhalslaute, Niko Seibold am Saxofon, Jonathan Sell am Kontrabass und Dominik Fürstberger am Schlagzeug. Ihre Heimatländer Deutschland, Tunesien und die Schweiz vereinen sie in der Musik: „Wir verbinden unsere Kulturen in zeitgenössischem Jazz, indem wir arabische und westliche Elemente zusammenbringen“, erklärt Seibold. „Die Musik ist unsere gemeinsame Sprache.“ Die Musiker beweisen die Facetten ihrer Instrumente in einem harmonischen Zusammenspiel. Dabei zeigt das Schlagzeug durch das Eintauschen der Drumsticks gegen die eigenen Hände seine sanfte Seite. Dem Saxophon und Kontrabass entlocken sie aus dem arabischen Raum bekannte Klänge im Fünf-Viertel-Takt. Der selbst eingebaute Tonabnehmer verleiht der Oud besondere Kraft. „Ich kenne Jonathan aus Studienzeiten, so ist der Kontakt zur Band entstanden“, erklärt Johannes Weis, Gymnasiallehrer für Musik- und Englisch. Die Schüler bekommen durch Hörproben des neuen Albums „It Just Happens“ einen Vorge-schmack auf den Auftritt der Band beim Enjoy Jazz Festival und können den Musikern ihre Fragen stellen. „Auch für uns ist das interessant, denn es sind Fragen, die wir uns im Alltag kaum noch stellen“, so Fürstberger. Das Angebot kommt bei den Jugendlichen gut an: „Es ist eine tolle Abwechslung und mir gefällt die Musik“, so Efza. „Ich mag das Zusammenspiel der Instrumente“, betont Nisa. Gefallen an modernem Jazz hat Hamza gefunden: „Normalerweise höre ich eher Rap“, erklärt er. Alaa und Fatih finden es gut, dass aus unter-schiedlichen Kulturen etwas Neues entstehen kann. ssr © Mannheimer Morgen, Freitag, 26.10.2018

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